9:00-9:30
Einchecken
9:30-9:35
Begrüßung des Rektors der HdM
9:35-9:45
Begrüßung von Mohamed Zergaoui (XML Prag)
Mohamed Zergaoui, Innovimax
Mohamed Zergaoui ist Technischer Direktor und Gründer von Innovimax. Er ist aktives Mitglied bei der W3C-Arbeitsgruppe für Datenverarbeitung (XSLT, XQuery, XProc) und die ISO DSDL.
Zurzeit engagiert er sich bei einem großen durch öffentliche Mittel finanziertem Forschungsrahmenprogramm in Frankreich mit Schwerpunkt Streaming und "parallel processing".
Weiterhin ist er als Organisator unserer Partnerkonferenz XML Prag, tätig.
09:45 - 10:45
The Future of XML
Liam Quin, W3C XML Activity Lead
The World Wide Web Consortium (W3C) published the specification for the Extensible Markup Language (XML, not an acronym) in 1998; since then, W3C has produced a wide range of specifications central to XML, including namespaces, xml:id, XLink, XPath, XPointer, Schema, XSLT, XSL-FO, XQuery, and, more recently, SML, XProc, EXI and more. Several pieces of work are coming to a close in 2010. In the future, should the XML Activity at W3C grow again, or shrink? What work should we be doing that we are not? (and what should we not be doing that we are?)
The session will explore work that W3C could consider in the future, and will ask the audience to participate with comments and suggestions. It should be understood that W3C is funded by Membership fees, so that the work we can do is limited to what Members (both existing and future) might support, but, within that framework, there is a lot of flexibility.
10:45-11:15
Pause
11:15 - 12:00
Cross-Media Publishing mit XML Datenbanken
Wolfgang Meier, eXistSolutions GmbH
Ein Trend im Bereich der XML Datenbanken geht zunehmend dahin,
komplette Anwendungen ausschließlich mit Hilfe von XQuery, XSLT oder
XForms zu entwerfen (Stichwort: XRX Architektur). Dies funktioniert
hervorragend für das Web und wird durch verschiedene Frameworks
unterstützt. Die Vorteile liegen auf der Hand: schnelle Erstellung von
Prototypen, einfache Vernetzung heterogener Datenbestände, leichte
Anpassung an sich ändernde Anforderungen, standardisierter
Datenaustausch. Die Entwicklung erfolgt ausschließlich auf der Ebene
von XML und verwandten Standards.
Läßt sich dieses Vorgehen jedoch
auch auf andere Publikationsmedien übertragen? Am konkreten Beispiel
kunstgeschichtlicher bzw. geisteswissenschaftlicher Projekte soll
gezeigt werden, wie auf Basis der selben XML-Datenbestände
gleichzeitig eine komplexe Webapplikation und eine anspruchsvolle
Printpublikation zu realisieren sind.
Als Vorraussetzung liegen
sämtliche Rohdaten, z.B. Transkriptionen, Quellen, sekundäre Texte,
Vermessungsdaten oder Bildmaterialien in einer XML Datenbank vor und
sind über XQuery-Dienste anzusprechen. Web und Print stellen dann nur
unterschiedliche Sichten auf die Daten dar und werden mit Hilfe der
XML-Technologien (XQuery, XSLT, XSL-FO) umgesetzt. Dabei zeigt sich
schnell, wo das Medium Print im Vergleich zum Web an Grenzen stößt.
Zudem wirft das Layout mit XSL-FO verschiedenste Probleme auf, die es
zu überwinden gilt.
12:00 - 12:30
XProc
Tobias J. Goertz, data2type GmbH, HDM Stuttgart
XProc ist eine auf XML basierende Sprache zur Ablaufsteuerung bei der Validierung, Transformation oder Ausgabe von XML-Dokumenten. Die Sprache bedient sich mehrerer Techniken welche dann innerhalb einer Pipeline der Reihe nach (als sogenannte Steps) ausgeführt werden.
Der Referent zeigt die Grundlagen der Sprache sowie praxisnahe Beispiele und die daraus ableitbaren Möglichkeiten zur Optimierung von Arbeitsabläufen in XML-Workflows.
12:30-13:30
Mittagspause
13:30 - 14:15
NoSQL mit XML - Einsatzmöglichkeiten und Vorteile eines dokumentorientierten XML-Repositories
Jochen Jörg, MarkLogic
Alternativen zur relationalen Datenhaltung stehen derzeit hoch im Kurs.
Insbesondere schemalose, dokumentorientierte Datenbanken bewähren sich
mittlerweile in der Persistenz-Schicht von unternehmenskritischen
Anwendungen. Neben dem Dateiformat JSON spielt hierbei auch XML eine große
Rolle.
Der Referent erläutert die Grundlagen schemaloser, dokumentorientierter
Datenbanken. Anhand spezifischer Anwendungsfälle werden die Architektur,
Vorteile und Möglichkeiten eines unternehmensweiten XML-Repositories
vorgestellt.
14:15 - 15:00
Wie der wissenschaftliche Springer-Verlag XML Daten produziert, weiterverarbeitet und nutzt – eine XML User Story
Volker Böing, Springer Science+Business Media
Der wissenschaftliche Springer-Verlag nutzt XML sowohl zur Layout
unabhängigen Repräsentation von Zeitschriften-, Magazin- und Buchinhalten als
auch zur Speicherung und Übermittlung von Produkt Metadaten sowie zur
Spezifikation von Arbeitsschritten und Aufgabenpaketen in seinen Herstellungs
Workflows.
Die Erläuterung der verschiedenen Anwendungsfälle von XML im Verlag
sowie die Darstellung der Ansätze bei der Generierung , der Weiterverarbeitung
und Archivierung von XML Daten ist Gegenstand des Vortrages.
15:00 - 15:30
Pause
15:30 - 16:15
Designregeln im vollautomatischen Publishing
Patrick Gundlach, speedata
Vollautomatisierte Dokumentgeneratoren gibt es in den vielfältigsten Varianten. Vom Word-Serienbrief angefangen über Report-Generatoren hin zu XSL-FO Formatieren ist die
Bandbreite recht groß. All diese Verfahren haben jedoch einen gemeinsamen Nachteil: schwierige Designentscheidungen können nicht oder nur sehr aufwändig z.B. über Templates
abgebildet werden.
Die Lösung besteht in der Integration von Satzsystem und einer XML-basierten "Layout Programmiersprache", mit deren Regeln sich beliebig komplexe Dokumente leicht umsetzen
lassen.
16:15 - 17:00
Die XRX (XForms ReST XQuery) Architektur in der Praxis
Joern Turner, Betterform
Die XRX Architektur ist eine relative neue Architektur, die vollständig auf XML aufbaut. Für das Frontend kommt XForms zum Einsatz, die Verbindung zur Datenbank wird über eine ReST Schnittstelle realisiert und XQuery dient zur Abfrage (und Manipulation) von XML Daten. XRX Anwendungen werden komplett in der Datenbank gespeichert. Dies erlaubt ein elegantes Depoyment und Updating von der gesamten Anwendung. Durch die Verzahnung von XQuery und XForms lassen sich komplexe, änderungsflexible Anwendungen komplett in XML realisier en. Da XForms sogar dynamisch mit XQuery erzeugt werden können, lassen sich selbst sehr komplexe Rollen-basierte Views realisieren.
XRX ist noch sehr jung und es existieren bisher nur begrenzte Erfahrungen. Insbesondere der Entwicklungsprozess ist noch mit einigen Problemen behaftet, da die Anwendung i.d.R. entweder relativ aufwendig deployt werden muss oder aber direkt in der Datenbank gearbeitet wird, was die Gefahr von Arbeitsverlusten birgt, wenn ein Fehler die Datenbank beschädigt.
Moderation
Manuel Montero Pineda, data2type GmbH
Manuel Montero wird Sie durch das Programm führen.






